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Das ehemalige Sharkeya-Nationalmuseum
in Herriat Raznah /2
Unter den im Museum ausgestellten steinernen Skulpturen ragen drei Privatstatuen des Mittleren Reiches besonders hervor. Die praktisch unbeschädigte Quarzit-Hockfigur des Cha-kau-re-seneb aus der Zeit Sesostris´ III. (ca. 1872-1853 v. Chr.) ist unter ihnen zweifellos die bedeutendste. Sie zeigt den Priester der Göttin Bastet mit deutlich altersgeprägten Zügen (Bild oben). Zusammen mit einer Sitzfigur und einer Würfelstatue wurde sie in der Nähe eines noch heute in seinen Grund-mauern erhaltenen Palastes aus dem Mittleren Reich in Bubastis gefunden, wo man sie offenbar rituell begraben hatte (Bilder unten).
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Sitzstatue eines Mannes aus dem Palastbezirk in Bubastis |
Würfelstatue aus dem Palastbezirk des Mittleren Reiches in Bubastis |
Andere Statuen stellen Könige und Würdenträger aus der Zeit des Neuen Reiches, der Spätzeit und der Ptolemäerzeit dar. Besondere Erwähnung verdient der differenziert ausmodellierte, lebensgroße Granit-Kopf einer Königinnenstatue der Ramessidenzeit (Bild unten).
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Fragment einer Würfelstatue des Neuen Reiches aus Tanis |
Kopf von der Statue einer Königin der Ramessidenzeit aus Sendris |
Das Museum besitzt auch eine Reihe von Bronzefiguren. Neben kleineren Statuetten, die als Votivgaben zu verstehen sind, ist eine 38 cm hohe Statue eines Gottes in der Gestalt des Bes aus der 3. Zwischenzeit (Libyerzeit) besonders bemerkenswert (Bild unten). Sie zeigt noch Einlagen aus Gold und trägt eine interessante Inschrift, die die Angleichung dieses dämonenhaften Wesens an den jugendlichen Sonnengott Harpokrates belegt.
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| Vergoldete Mumienmaske aus der Zeit der Ptolemäerherrschaft aus El-Sowa |
Bronzestatuette des Harpokrates in Gestalt des Gottes Bes |
Als Träger von Inschriften sind außerdem Architekturteile hervorzuheben, wie der große Kalksteintürsturz des Wagenlenkers Merenptah aus der 19. Dynastie (Bild unten), sowie verschiedene Gegenstände des Totenkultes. Dazu gehören zahlreiche Stelen, Uschebtis und andere Grabbeigaben, darunter zwei vergoldete Mumienmasken aus der Spätzeit und die Funde aus dem Grab des Eje und des Wesirs Schuti aus der 20. Dynastie. Aus der Nekropole von El-Sowa stammen ein hervorragend erhaltener, bemalter Kalksteinsarkophag und eine Gruppe von auch stilistisch interessanten ptolemäischen Opfertafeln mit wichtigen genealogischen und prosopo-graphischen Informationen (Bild unten). Zwei marmorne Grabplatten mit christlich-griechischen Inschriften dürften die jüngsten steinernen Denkmäler der Ausstellung sein.
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Reliefierte Opfertafel aus El-Sowa (Ptolemäerzeit) |
Relief vom Türsturz des Wagenlenkers Merenptah aus El-Husseiniya
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Das Sharkeya-Nationalmuseum
in Herriat Raznah
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Geschlossen; die Objekte
werden in das neu gebaute
Tell Basta Museum überführt.
Das M.i.N.-Team hat in den Kampagnen 2005 und 2006 die wichtigsten Ausstellungsstücke des Sharkeya-Nationalmuseums für eine Publikation aufge-nommen. In den kommenden Jahren soll ein Katalog als Band 2 der Reihe "Museen im Nildelta" erscheinen.
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