M.i.N.   Museen im Nildelta

 

 

 

 

         

 

                            english  

Das ehemalige Sharkeya-Nationalmuseum 

in Herriat Raznah /1 

 

 

Der Denkmälerbestand des Sharkeya Nationalmuseums ist außer-ordentlich vielfältig und reichhaltig. Unter den insgesamt 1664 Exponaten finden sich Artefakte aus nahezu allen Epochen der pharaonischen Geschichte sowie aus der griechisch-römischen Periode. Von fast allen Objekten ist die genaue Herkunft bekannt, da sie aus Ausgrabungen der ägyptischen Antikenbehörde im östlichen Nildelta stammen.

 

Salbgefäß aus Kalzit-Alabaster, Frühdynastische Zeit

Konischer Mörser aus Kalzit-Alabaster,
3. Zwischenzeit

 

Die ältesten archäologischen Zeugnisse stellen eine Gruppe von Steingefäßen dar, die in die 1.-2. Dynastie datiert werden können. Die zylindrischen Becher, Schalen und Näpfe aus Kalzit-Alabaster, Diorit, Brekzie und Granit stammen aus einer Nekropole der Frühzeit bei Beni Amr und bezeugen den hohen Standard der Steinbearbeitung, den ägyptische Handwerker schon vor 5000 Jahren erreicht hatten.

 

Ringplatte mit Darstellung Thutmosis' III. beim Erschlagen eines Feindes

Kette mit Amulett-Anhänger in Gestalt eines Patäken

 

Besonders reichhaltig ist die Sammlung antiker Schmuckstücke und Amulette aus Grabanlagen des Mittleren und Neuen Reiches. Neben Ringen aus Gold, Fayence, Glas und Halbedelsteinen finden sich ver-schiedenste Skarabäen, sehr gut erhaltene Perlenkragen und Halsketten, Arm- und Fußbänder, Pektorale aus verschiedenfarbiger Fayence sowie einige größere figürliche Amulette, die verschiedene im Nildelta verehrte Gottheiten darstellen.

 

Importierte mykenische Bügelkanne aus bemaltem Ton

Lotosförmiger Kelch aus türkisfarbener ägyptischer Fayence

 

Eine wichtige Informationsquelle für die Geschichte des Ostdeltas stellen die Artefakte ausländischer Fertigung dar. Die meisten von ihnen gelangten durch Handel hierher, manche wurden jedoch höchst-wahrscheinlich von Ausländern direkt in Ägypten hergestellt. Auch von derartigen Zeugnissen besitzt das Museum eine interessante Sammlung: Zu nennen sind mykenische und zypriotische Tongefäße sowie kleinformatige Exemplare archaischer, hellenistischer und römerzeitlicher Skulptur aus Marmor. Etliche Münzen der Ptolemäer- und Römerzeit runden das Bild ab. Sie zeigen zahlreiche Herrscherbildnisse dieser Zeit, darunter auch die Porträts Alexanders des Großen und der Königin Kleopatra VII.

 

Kopf einer griechischen Statuette aus Marmor

Münze mit Porträt der letzten ägyptischen Königin, Kleopatra VII.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        

 

 

 

 

Das Sharkeya-Nationalmuseum

in Herriat Raznah

1   2 »     

 

Geschlossen; die Objekte 

werden in das neu gebaute

Tell Basta Museum überführt.

 

Das M.i.N.-Team hat in den Kampagnen 2005 und 2006 die wichtigsten Ausstellungsstücke des Sharkeya-Nationalmuseums für eine Publikation aufge-nommen. In den kommenden Jahren soll ein Katalog als Band 2 der Reihe "Museen im Nildelta" erscheinen.

 

 

 

Das Museum von Ismailia » 

 

 

Das Museum der Universität

Zagazig » 

project-min.de © 2009-2011 • Impressum und Haftungsausschluss