M.i.N.
Diese Abkürzung steht für „Museen im Nildelta“. Damit bezeichnen wir das Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die nur wenig bekannten Schätze zu veröffentlichen, die in den kleineren Museen des ägyptischen Nildeltas, d. h. nördlich von Kairo, aufbewahrt werden. Fernab der großen Besucherströme, die alljährlich das Land der Pharaonen entlang des Nils bereisen, finden sich hier, in der Nähe einiger der bedeutendsten Stätten des alten Ägyptens wie Tanis und Bubastis, hervorragende Zeugnisse dieser antiken Hochkultur.
Die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung und auch Publikation der in den Museen des Deltas ausgestellten Kunstwerke ist seit langem überfällig und gilt als ein ägyptologisches Desiderat. Durch sie wird die Möglichkeit gegeben, das Verständnis für eine seit Jahrtausenden multikulturell geprägte Kulturlandschaft zu erweitern, in der Ägypter, Libyer, Phönizier, Griechen und Römer miteinander lebten.
Das Hauptanliegen des Projektes ist es, durch die intensive Beschäftigung mit den Objekten und deren Fundumständen, soweit heute noch rekonstruierbar, den größtmöglichen Gehalt an Information zu ermitteln und der weiteren Forschung zur Verfügung zu stellen.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem persönlichen Kontakt mit den Archäologen zu, unter deren Leitung die Funde geborgen wurden. Ihnen und den Inspektoren der ägyptischen Altertümerverwaltung verdanken wir wertvolle Informationen. Dem Generalsekretär des Hohen Rats für Altertümer der Arabischen Republik Ägypten (Supreme Council of Antiquities, SCA), Herrn Prof. Dr. Zahi Hawass, dem archäologische Arbeiten im Delta besonders am Herzen liegen, gebührt herausragender Dank für seine Unterstützung.
Das Projekt wurde von Prof. Dr. Mohamed I. Bakr, dem früheren Präsidenten der Ägyptischen Altertümerverwaltung (Egyptian Antiquities Organisation, EAO) und Dr. Helmut Brandl initiiert und vom SCA genehmigt. Beide Initiatoren haben an der Berliner Humboldt-Universität studiert, der Forschungseinrichtung mit dem ältesten Lehrstuhl für Ägyptologie in Deutschland. M.i.N. ist am Institut für Archäologie - Ägyptologie und Archäologie Nordostafrikas der Humboldt-Universität Berlin angesiedelt.
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Links:
Prof. Dr. Zahi Hawass 8
Ägypten-Forum Berlin 8
Zeitschrift Kemet 8
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